Kabelfernsehen vs Satellit

Kabelfernsehen versus Satellitenempfang

Kabel- oder Satellitenfernsehen, was ist die bessere Wahl? Die Antwort auf eine solche Frage scheint nicht einfach zu sein, denn nur so lässt sich erklären, dass Kabelfernsehen und Satellit sich ein Kopf an Kopf Rennen um die Gunst der Kundschaft liefern. Aktuell liegt das Kabelfernsehen um eine Nasenlänge vorne. In konkreten Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass rund 49 Prozent aller Fernsehkonsumenten auf das Kabelfernsehen setzen, während etwa 46 Prozent dann doch dem Satellitenempfang den Vorzug geben. So bleibt also nur, einen Vergleich anzustellen, um zu erkennen, welche Empfangsoption denn in welchen Bereichen punkten kann und wo die Konkurrenz dann doch stärker ist.

Satellitenschüssel

Technik und Kosten

In diesem Bereich müssen sich Kabel- und Satellitenfernsehen sozusagen die Punkte teilen und steuern ein klassisches Remis an. Denn tatsächlich hat bezüglich Technik und Kosten jede der beiden Empfangsmöglichkeiten ihre Vorzüge, aber auch Schwachstellen.

Beginnend beim Kabelfernsehen muss natürlich zunächst einmal in der eigenen Wohngegend die entsprechende Kabelversorgung vorgehalten werden. Immerhin liegt in Deutschland die Anschlussdichte mittlerweile bei 70 Prozent, was aber umgekehrt immer noch bedeutet, dass 30 Prozent aller Haushalte generell kein Kabelfernsehen empfangen können, selbst wenn sie dies wollen. Satellitenempfang ist hier die perfekte Alternative. Diese Empfangsoption eröffnet sich sogar im entlegensten Winkel des Bundesgebiets, so dass auf die Satellitenart ganz Fernsehdeutschland versorgt werden kann.

Bei den Kosten entscheidet das Satellitenfernsehen allerdings das Duell ganz klar für sich. Eine Satellitenschüssel muss angeschafft werden und passend dazu ein Receiver, auf Wunsch auch digital oder HDTV fähig, denn all das ist auch via Satellit inzwischen keine Seltenheit mehr. Wer mehrere Fernseher mit Satellitenempfang ausstatten möchte, der braucht einfach nur ein mit mehreren Buchsen ausgestattetes Spiegelsystem zu besorgen. Über die Anschaffung hinausgehende, laufende Kosten gibt es nicht.

Ganz anders beim Kabelfernsehen. Hier muss zunächst für den Hausanschluss gesorgt werden, was primär Kosten verursacht. Weitere Verbindlichkeiten entstehen bei analogem Kabelfernsehen jedoch nicht. Wer es allerdings digital wünscht, der braucht einen entsprechenden Receiver. Solche Programme werden meist verschlüsselt übertragen, so dass vom Betreiber das passende Entschlüsselungsmodul erworben werden muss. Und an dieser Stelle taucht das Problem auf, sobald mehrere Fernsehgeräte im Haushalt in den Kabelfernsehgenuss kommen sollen. Dann nämlich muss die entsprechende Anzahl an Entschlüsselungsmodulen gegen Gebühr sozusagen gemietet werden, was sich auf den ohnehin zu entrichtenden monatlichen Kabelfernsehpreis aufschlägt.

Die Qualität der Übertragung

Wenn es darum geht, in welcher Qualität die Bild- und Tonsignale beim Kunden ankommen, dann sichert sich das Kabelfernsehen den Spitzenplatz.

Der Grund dafür liegt darin, dass Kabelfernsehen weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen wie beispielsweise den Witterungsbedingungen ist. Unterirdisch verlegte Kabelnetze sind vor Unwettern sicher, so dass auch bei widrigsten äußeren Einflüssen die Bildqualität gut ist. Eine Satellitenschüssel hat hier das Nachsehen. Starke Winde, übermäßiger Regen oder Schneeablagerungen lassen das Bild rauschend werden oder gänzlich verschwinden.

Aber auch generell ist Kabelfernsehen qualitativ überzeugender. Immerhin sorgen zahlreiche Verstärker dafür, dass auf dem Weg vom Sendestudio zum Kunden das Signal gleich bleibend stark ist. Selbst eine optimal ausgerichtete Satellitenschüssel kann dies nicht leisten, zumal dichte Wolkendecken den Signalempfang spürbar trüben können.